Auf Reisen mit Max Giesinger

 

In Deutschland gibt es circa 17,6 Mio Ehepaare, woraus folgt, dass die Wahrscheinlichkeit, die Eine oder den Einen wenigstens einmal im Leben getroffen zu haben, bei mindestens 44% liegt. Emotionaler und damit erfolgreicher ist es jedoch, die Wahrscheinlichkeit nahe Null einzuschätzen, wie die einmal um die Tonhalle in München gewickelte Schlange vorm Einlass  zeigt. Hier warten die Gäste zu Max Giesingers Show nämlich auf etwas anderes als eine Mathematik-Vorlesung: Auf eine musikalische Reise ins Ungewisse der chaotischen Gefühlswelten eines Menschen.

 

Das Konzert beginnt zunächst hinter einem Vorhang, die knisternde Spannung steigt bei Publikum und Fotografen: Beim Publikum, um endlich Max Giesinger zu sehen, bei den Fotografen beim Blick auf die zerrinnende Restzeit für gute Fotos. Nach dem Fall des Vorhangs löst sich die Spannung in begeistertem Jubel auf und in seiner Routine sucht der Sänger auch gleich den Kontakt zu den Fans mit einem erfrischenden Bad in der ehrfürchtigen Menge.

 

Die präsentierte Reise wird routiniert vorgetragen vom Mann, der von unzähligen Erfahrungen zehren kann, angefangen von Straßenmusik in Sydney, über Wohnzimmerkonzerte, dann die kleinen Locations und nun die stattliche Tonhalle, welche restlos ausverkauft und entsprechend brechend voll ist. Die Nachfrage war so groß, dass es am nächsten Tag eine Zusatzshow gibt. Die Zuhörer kommen immer wieder, selbst die Gastgeber vom Wohnzimmerkonzert aus dem mittelfränkischen Baiersdorf sind zurück gekehrt und werden freudig begrüßt.

 

Im Laufe des Abends greift Felix Gerlach zum Cello, welches er auch leihweise an Max Giesinger für eine Kostprobe überlässt. Der Sänger erzählt während dieser Übergänge viel über die langjährigen Bandmitglieder. So erfährt man auch, dass der Schlagzeuger Lars Brand auch Koch ist oder der aus Arkansas stammende Saitenzupfer David Thornton eine Pferderanch besitzt. Auf verständlichem Englisch übermittelt Giesinger die Offerte, dass jeder, der auf der Ranch erscheint und angibt, auf dem Konzert gewesen zu sein, einmal kostenlos reiten darf.

 

Apropos Pferde und Cello: Die Performance offenbart den Vollblut-Musiker in Max Giesinger. Neben Gitarre und Cello kommen auch Piano und Melodica zum Einsatz. Auch die zu Entertainment-Zwecken gut eingebauten Cover zeugen davon. Drei Songs werden per Losverfahren ermittelt, dabei kommt Gangsters Paradise sehr gut an und lockert gesundheitsbewusst zudem die Arme.

 

Das Publikum ist sehr jung bis mittelalt, meist eher höflich genießend, außer bei den Radiohits, die zu Sprüngen zumindest in den vorderen Reihen animieren. Insgesamt werden die Erwartungen mit einem Lächeln im Gesicht erfüllt. Und das kann Max Giesinger mit hoher Wahrscheinlichkeit garantieren.

 

Text und Bilder: trumm.photography

 

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