Höhepunkte rund um das Oktoberfest 2018

Einzug der Festwirte und Brauereien Samstag, 22. September, Beginn: 10.45 Uhr Start ab Sonnenstraße, Dauer: circa eine Stunde, bei jedem Wetter!

Ein festlich-fröhlicher Auftakt zum 185. Oktoberfest ist der Einzug der Wiesn-Wirte und Brauereien: Blumengeschmückte Kutschen mit den Wirten der Oktoberfesthallen und ihren Familien, herausgeputzte Festwagen mit Maßkrug schwenkenden Kellnerinnen, die Musikkapellen der Festzelte und die prunkvollen Prachtgespanne der Münchner Brauereien mit girlandenumkränzten Bierfässern ziehen von der Sonnenstraße auf die Theresienwiese. Auch die Schausteller, Marktkaufleute und die „Kleinen Wiesn-Wirte“ des Oktoberfestes präsentieren sich in ihren geschmückten Festwägen. Insgesamt nehmen rund 1.000 Mitwirkende an diesem Spektakel teil. Angeführt wird der Zug, der erstmals 1887 stattfand, vom Münchner Kindl Viktoria Ostler hoch zu Ross; ihm folgt der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter in einer Festkutsche. Tribünenkarten sind für 24,50 Euro inkl. VVK bei München Ticket und auf www.festring.de/trachten-und-schuetzenzug/kartenvorverkauferhältlich. Aufstellung des Zuges: Josephspitalstraße, Kreuzstraße, Herzog-Wilhelm-Straße Zugweg: Josephspitalstraße – östliche Sonnenstraße – Schwanthalerstraße – Hermann-Lingg-Straße – Bavariaring – Wirtsbudenstraße

 

Der Oktoberfest Trachten- und Schützenzug Sonntag, 23. September, ab 10 Uhr ab Maximilianstraße Werbevorlauf mit Münchner Firmen ab 9.25 Uhr Dauer: circa 2 Stunden, bei jedem Wetter!

Einstmals im Jahre 1835 zu Ehren der Silberhochzeit von König Ludwig I und Therese von Bayern abgehalten, hat sich dieser seit 1950 regelmäßig stattfindende Trachtenfestzug zu einem herausragenden Oktoberfest Ereignis entwickelt, das per TV-Live-Übertragung der ARD in alle Welt gesendet wird. Knapp 9.000 Mitwirkende ziehen von der Maximilianstraße durch die Münchner Innenstadt zur Oktoberfestwiese und zeigen die Vielfalt von Trachten, Brauchtum und Volkstanz. Viele deutsche Bundesländer sind mit Trachten- und Musikgruppen vertreten und nehmen ebenso wie Gäste aus Österreich, Südtirol, Italien, Schweiz, Norwegen, Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Slowenien sowie Bosnien und Herzegowina am sieben Kilometer langen Zug teil. In bunter Folge wechseln sich festlich gekleidete Trachtlerinnen und Trachtler mit Sport- und Gebirgsschützen, Musikkapellen, Spielmanns- und Fanfarenzügen und Fahnenschwingern ab. Die Prachtgespanne der Münchner Brauereien, geschmückte Festkutschen und eine Vielzahl von Festwagen mit Handwerks- und Brauchtumsdarstellungen runden das Bild dieses einzigartigen und weltberühmten Trachten- und Schützenzuges ab. Der Zug wird traditionell hoch zu Ross vom Münchner Kindl Viktoria Ostler angeführt. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter sowie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder nehmen in ihren Festkutschen am Trachten- und Schützenzug teil. Veranstalter dieses Trachtenumzugs, der zu den größten der Welt gerechnet werden darf, ist der Festring München e.V., der auch alljährlich eine Münchner Oktoberfest-Medaille in Sonderprägung herausgibt. Tribünenkarten sind für 35.- Euro inkl. VVK (Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre 50 % Ermäßigung) bei München Ticket und www.festring.de/trachten-und-schuetzenzug/kartenvorverkauf erhältlich. Aufstellung des Zuges: Widenmayer-, Steinsdorf-, Gewürzmühl- und Sternstraße Zugweg: Maximilianstraße – Max-Joseph-Platz – Residenzstraße – Ludwigstraße (Schleife südlich der Galeriestraße) – Odeonsplatz – Briennerstraße – Maximiliansplatz – Lenbachplatz – Karlsplatz/Stachus – Sonnenstraße – Schwanthalerstraße – Paul-Heyse-Straße – Georg-Hirth-Platz – Kaiser-Ludwig-Platz – Schubertstraße – Esperantoplatz (Festwiese)

Standkonzert der Oktoberfestkapellen Sonntag, 30. September, 11 Uhr, Bavaria auf der Theresienwiese

Zu Füßen der Bavaria versammeln sich die Kapellen aller Festzelte zu einem Standkonzert. Bei dieser Veranstaltung, die 1985 vom ehemaligen Wiesn-Wirtesprecher Willy Heide eingeführt wurde und heute bereits  Kultcharakter hat, interpretieren die rund 300 Musiker aller Kapellen gemeinsam bekannte Märsche und Melodien.

Böllerschießen auf dem Oktoberfest Dienstag, 2. Oktober, 12 Uhr, Bavaria auf der Theresienwiese

Anlässlich der Siegerehrung des Oktoberfest-Landesschießens des Bayerischen Sportschützenbundes schießen Böllerschützen großen Salut auf den Stufen zur Bavaria.

 

Neu auf dem Oktoberfest 2018

Chaos Pendel Der Schweizer Schausteller Hanspeter Maier ist bekannt für das Präsentieren von neuen Fahrgeschäften. Und so wird er die Wiesn 2018 um eine Attraktion bereichern: das „Chaos Pendel“, das den Adrenalinspiegel in Sekundenschnelle in die Höhe steigen lässt. Optisch erinnert das Karussell an andere Schleuder-Schaukeln. Zwei Kabinen mit je acht Fahrgästen drehen sich wie ein Propeller im Kreis und um sich selbst. Die Drehung des riesigen Armes wird durch die Rotation eines zweiten kleineren Armes zusätzlich beschleunigt, beziehungsweise bei Gegenrotation abgebremst, sodass eine ellipsenförmige Fahrt erreicht wird. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde der beiden entgegengesetzt laufenden Arme kommen völlig unterschiedliche und auch unerwartete schlangenartige Bewegungen zustande, die die Herzen von Adrenalinfans höher schlagen lassen. In 42 Metern Höhe werden die Fahrgäste von dem Pendel herumgewirbelt, die Gondeln an den zwei rotierenden Armen drehen sich dabei um sich selbst. Enorme Kräfte von 4,5 G wirken dabei auf die Gäste. Die Fahrt ist somit nichts für „schwache Mägen“ – oder wie es der innovative Schausteller selbst ausdrückt: „Ein Fahrgeschäft für die jüngere Generation.” H.P. Maier ist kein Neuling auf dem Oktoberfest. Schon mit der Riesenschaukel „Monster“ war er hier zu Gast. Hersteller des Fahrgeschäftes ist die österreichische Firma Funtime.

Die Kasse ist mit der neuesten Lichttechnik ausgestattet und eine hochwertige Tonanlage sorgt für den richtigen Sound. Das „Chaos Pendel“ begeisterte bereits bei der Weltpremiere auf der Rheinkirmes in Düsseldorf im Juli 2018 die Volksfestfans.

 

 

Predator Premiere auf dem Oktoberfest feiert dieses Jahr Schausteller Willy Kaiser mit seinem Überkopffahrgeschäft „Predator“. Genau so actionreich wie im gleichnamigen US-amerikanischen Science-Fiction-Film geht es auch bei diesem Fahrgeschäft zu. Es verspricht Adrenalin pur: An zwei hydraulisch hochfahrenden Masten sind zehn Gondeln montiert, der sich in variablem Tempo drehen. Bei Erreichen von 15 Metern Höhe dreht sich der Gondelkreis und überschlägt sich, bis die Fahrgäste schließlich kopfüber sind. Kaiser erwarb das Fahrgeschäft 2014, das unter den verschiedenen Besitzern auch unterschiedliche Bezeichnungen hatte: „Transformer 2“, „Star Gate“ und „Star Trip“. Nach einer mottogetreuen Umgestaltung mit aufwändiger Bemalung erhielt es den neuen Namen „Predator“. Ausgestattet mit „Moving Heads“, Nebelmaschine und moderner LED Beleuchtung ist diese Wiesn-Neuheit mit seiner Lichtshow abends ein echter Hingucker. Im „Predator” finden rund 40 Personen Platz. Der Zutritt ist ab einem Alter von 12 Jahren und einer Größe von 1,40 Meter erlaubt.

Wellenflieger Ein nicht wegzudenkender Volksfestklassiker, der sich immer wieder neu erfindet: Als Wellenflieger gleitet Peter Lechners nagelneues Karussell gen Himmel – bestückt mit aufwendiger LED-Beleuchtung, die im Einbruch der Dunkelheit den Wellenflieger perfekt in Szene setzt. Wer seinen Liebsten eine Freude bereiten möchte, kann ganz romantisch gemeinsam, vielleicht sogar Hand in Hand, Platz nehmen: neben Einzel- sind auch Zweier-Sitze am Karussell angebracht. Der barrierefreie Zugang ist durch eine Rampe sichergestellt

 

Dschungelcamp Das Dschungelbuch und insbesondere die Realityshow eines deutschen Fernsehsenders inspirierten Schausteller Angelo Agtsch zur Wiesn Neuheit „Dschungelcamp”. Nach eigenen Ideen lies Agtsch sein bisheriges Geschäft „Amazonas“ komplett umgestalten, sowohl innen als auch außen. Das „Dschungelcamp“ verspricht auf drei Etagen mit über 200 Metern Laufstrecke mit Hindernissen Abenteuer pur. Den Besucher erwarten nicht nur die neuesten Effekte, sondern auch einige „Dschungelprüfungen“. Der Schausteller setzt dabei die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft gekonnt ein. Bevor man allerdings das Innere der als Tempel gestalteten Anlage betritt, darf man sich auf einem 16 Meter langen Wasser Parkour vergnügen. Eine weitere Besonderheit, die weder zu übersehen noch zu überhören ist: ein drei Meter großer Orang-Utan, eine Sonderanfertigung einer fränkischen Figurenbaufirma. Dieser überdimensionale Affe führt Unterhaltungen mit einem Totenkopf, bewegt Arme, Kopf, erzeugt über bewegliche Teile Mimik und kann sogar Wasser durch seine Zahnlücke spritzen.

Zurück auf der Wiesn 2018 der Hofphotograph 25 Jahre „Königlich bayerischer Hofphotograph“ konnten 2015 auf der Wiesn gefeiert werden. Nach zweijähriger Pause kehrt dieses einmalige Geschäft nun auf das Oktoberfest zurück. Dies wird besonders die Stammkunden freuen, denn „viele Stammkunden kommen jedes Jahr für ein neues Bild“, erzählt Stephan Bastian, einer der Gesellschafter, stolz. Sie bringen zum Teil Alben gefüllt mit Fotos der letzten 30 Jahre mit. Mit nostalgischen Requisiten, Hintergründen und Kostümen fertigt er mit seinem Team Einzelportraits und Gruppenaufnahmen vor Ort für außergewöhnliche Erinnerungen in Sepia an. Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten wie Rudolf Mooshammer, Michaela May und „Haindling“ H.J. Buchner ließen sich bereits im „mobilen Atelier“ im Stile der Jahrhundertwende und Biedermeierzeit ablichten.

Oide Wiesn – Neuheiten im Museumszelt Premiere im Museumszelt feiert der nostalgische Verkaufswagen „Alpenhaus“ von Willy Kinzler jun. aus dem Jahr 1954. Hier werden die süßen Leckereien mit historischen Geräten produziert: Gebrannte Mandeln und Nüsse von Hand gerührt im Kupferkessel, Zuckerwatte und Sahnekaramellbonbons, vor Ort nach einem alten Rezept gefertigt.

Ebenso neu ist ein „Museumsstandl“, an dem exklusiv Nachdrucke von Oktoberfestplakaten der Jahre 1952 bis 2017 zum Preis von 12 Euro pro Plakat erworben werden können. Auf Wunsch ist der Versand auch per Post möglich.

Die diesjährige Sonderausstellung im Museumszelt widmet sich dem Schausteller Carl Gabriel (1857-1931), einer Oktoberfest-Legende. Dem Engagement, der Kreativität und dem Unternehmergeist des „Gross Schauunternehmers“, wie auf seinem Grabstein im Münchner Ostfriedhof zu lesen ist, verdankt die Wiesn viel. Als seine erste Oktoberfest-Attraktion brachte der Schausteller 1894 eine Illusionsschaukel als Marktneuheit auf die Wiesn – die „Hexenschaukel“. Bald konzentrierte sich der rührige Unternehmer auf die Ausstellung „lebender Abnormitäten“ und vor allem auf Völkerschauen. Auf einem Areal von bis zu 6.000 Quadratmetern ließ er riesige Fassaden und Aufbauten errichten und präsentierte von 1901 bis 1930 Truppen wie „Das Beduinenlager“ oder „Samoa in München“. 1910 führte Gabriel das „Teufelsrad“ ein und holte 1930 die erste Steilwand auf die Münchner Wiesn. Auch das Hippodrom geht auf Gabriel zurück, der das Festzelt 1903 als „Chinesisches Hippodrom“ eröffnete.

 

Ein Comeback nach zwei Jahren Pause feiert im Museumszelt das „Humoristische Velodrom“ mit seinen Scherzrädern. Jeder ist eingeladen, die „verrückten Fahrräder“, zum Beispiel mit versetzter Achse, auszuprobieren und mit viel Geschick im Kreis zu fahren. In alter Manier kommentiert ein Rekommandeur das Geschehen auf der Fahrbahn. Von 1901 bis 1962 war das humoristische Velodrom als eines der ältesten Vergnügungsbetriebe auf der Wiesn.

Erstmalig gibt es auch Gastplätze im Freien: Im gemütlichen Museumsgarten kann man dem Volksfesttreiben zusehen, dem Klang der Jahrmarktsorgeln lauschen und die Fahrten der alten Bulldogs und Zugmaschinen bestaunen.

Quelle: Landeshauptstadt München