Micky Maus, Minnie Maus, Donald Duck und Goofy zu Gast in der Münchner Olympiahalle

Das Wetter in München schlägt langsam um und lässt schon etwas von dem Winter erahnen, der noch kommen soll. In dieser kalten Jahreszeit besinnt man sich mit seinen Liebsten und wärmt sein Herz auch mal an einem der inzwischen fast zahllosen Disney-Filme, die seit der Geburt der Micky Maus vor gut 90 Jahren, Generationen miteinander verbinden. Wenn man das auch noch greifbarer haben möchte, hat man in der bayerischen Landeshauptstadt nun die Möglichkeit, seine liebsten Charaktere mit dem eigenen Nachwuchs oder persönlich als Fan, auf der riesigen Eisfläche in der Olympiahalle zu bestaunen.

Dort gastiert nämlich das seit 1980 bestehende Eis-Varieté „Disney on Ice“ vom 26. bis zum 28. Oktober und entführt die Zuschauer in die träumerischen Welten von „Arielle die Meerjungfrau“, „Aschenputtel“, „Rapunzel“, „Die Schöne und das Biest“ und des modernen Klassikers „Die Eiskönigin“. Schon vor der Show wird man als Besucher ordentlich in Stimmung gebracht. Zahlreiche Merchandise-Stände lassen Kinderaugen strahlen und Erwachsene vom Charme des Angebots übermannen. Wie sonst, soll man auf gigantische Tüten mit Zuckerwatte, samt Krone oder buntem Eis in speziell gestalteten Bechern reagieren, während im Hintergrund schon die bekanntesten Tracks der Filmhistorie Disneys laufen?

Schon gleich zu Beginn der Vorstellung wird dieses Gefühl verstärkt, als die leibhaftigen Galionsfiguren des Konzerns die Eisfläche entern: Micky Maus, Minnie Maus, Donald Duck und Goofy! Diese leiten das Publikum als Moderatoren und Verbindungselemente zwischen den einzelnen Show-Kapiteln, die mit einer Slapstick-Einlage der Aschenputtel-Geschwister beginnen und aufzeigen, dass es neben akrobatischen Tricks auch um Humor gehen soll, der gleichwertig zu unterhalten weiß.

Beides wird sogleich bei der ersten längeren Geschichte mit Arielle der Meerjungfrau demonstriert, indem die Prinzessin grazil übers Eis gleitet, während Figuren wie Sebastian oder Fabius für lockere Momente sorgen. Auch was die Special-Effects anbelangt, legt man gleich zu Beginn die Messlatte hoch an. Detailliert ausgearbeitete Kostüme, Miniatur-Bühnen und ferngesteuerte Elemente verbinden sich zu einer Darstellung, die nicht nur einmal für offenen Münder auf den Sitzen sorgt.

In diesem Stil geht es auch bei den anderen Teilen der Vorstellung weiter, die allesamt als verkürzte Gesamtdarstellungen der Filme angelegt sind und damit die Zuschauer nicht mit Häppchen, sondern mit einer runden Story versorgen, die die Besucher mit Sicherheit ohnehin in voller Länge kennen.

Um dabei für ein noch „vertrauteres“ Gefühl zu sorgen, sprechen nicht die Eisläufer die Charaktere, sondern es werden die originalen Film-Stimmen vom Band abgespielt, die aber durch eine extrem durchgetaktete Choreografie eine perfekte Symbiose mit der Interpretation auf dem Eis eingehen. Vom Nahen sieht man zwar, dass einige der Darsteller, die größtenteils aus dem osteuropäischen, sowie englischsprachigen Ausland stammen, nicht wirklich wissen was sie da mit ihren Lippenbewegungen imitieren, aber die Körpersprache und energiegeladene Performance sprechen für sich selbst.

Das große Finale bildet dabei, sicherlich kein Zufall, der Überhit „Die Eiskönigin“, die viele der Kinder vor Ort mit ihren Eltern im Kino angesehen oder mindestens am heimischen Fernseher die Reise von Anna, Elsa und Co. verfolgt haben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Lautstärke der Fan-Gesänge und euphorische Aufschreie hierbei ein ganz eigenes Level an Lautstärke erreicht haben. Da bleibt selbst dem ein oder anderen Elternteil der Frosch im Hals stecken.

Damit enden auch die gut zwei Stunden (inklusive kurzer Pause), die wirklich eine Erfahrung für die ganze Familie sind und Vorfreude auf den nächsten Besuch in München machen. Bis dahin dürfen zumindest fünf weitere deutsche Städte (Köln, Leipzig, Hamburg, Kiel und Oberhausen) „Disney on Ice“ genießen.

Igor Barkan

 

 

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